Geschlossene Gesellschaft - INNszenierung

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Geschlossene Gesellschaft

Drei Menschen finden sich nach ihrem zeitlichen Tod in der Hölle wieder: Die reiche Estelle, Postangestellte Inès und Journalist Garcin werden von einem geheimnisvollen Diener in einen Raum eingeschlossen, in dem sie sich, ohne Hoffnung auf ein Ende, gegenseitig als Peiniger und Opfer ausgeliefert sind.
Garcin hat seine Frau misshandelt und in entscheidenden Situationen feige versagt.
Die lesbische und hochintellektuelle Inès hat die junge Florence verführt und damit deren Ehemann, Inès’ Cousin, entfremdet. Dieser wird daraufhin von einer Straßenbahn überfahren. Florence verzweifelt infolgedessen zutiefst und vergiftet sich selbst und Inès mit Gas.
Die sinnlich verführerische Estelle hat ihr Kind ermordet und ihren Geliebten dazu getrieben, Selbstmord mithilfe einer Pistole zu begehen.
Alle drei werden sich bewusst, dass sie sich in der Hölle befinden, und machen sich auf das Schlimmste gefasst, aber die erwartete Folter und die körperlichen Qualen stellen sich nicht ein; nur eine leichte Hitze ist zu verspüren. Vorsichtig versuchen sie, voneinander den Grund für die Höllenfahrt zu erfahren, ohne jedoch ihre eigene Schuld zu offenbaren.
Erst allmählich wird allen klar, dass sie selbst zu ihren eigenen Folterknechten bestimmt sind, indem sie sich gegenseitig ihre Lebenslügen entreißen. Ein kurzes Aufflackern von Solidarität erlischt aus Angst und aus gegenseitigem Hass. Jeder ist dazu verdammt, die anderen beständig zu quälen und selbst von den anderen gequält zu werden. Die lesbische Inès verzehrt sich nach Estelle, die aber nichts von ihr wissen will und sich an Garcin heranmacht. Garcin wiederum lechzt nach der intellektuellen Anerkennung und Absolution durch Inès. So dürstet jeder nach der Hilfe eines der beiden anderen, verletzt diesen jedoch zugleich durch seine Annäherung. Sie können also weder voneinander lassen, noch voreinander fliehen. Nicht einmal töten können sie sich, sind sie doch bereits tot. Und so gilt auf ewig: „Die Hölle sind die anderen.“ Nacheinander proben alle den Ausbruch aus diesem Gefängnis, indem sie schreien oder an die Tür schlagen. Doch selbst als sich schließlich die Tür öffnet, erschrecken alle vor der vermeintlichen Falle der Freiheit, drängen sich wieder aneinander und niemand verlässt den Raum. Wenn Garcin am Ende die letzten Worte „also – machen wir weiter“ sagt, hat sich ihre Lage nicht verändert: Sie werden ihre Notgemeinschaft ewig aufrechterhalten müssen, ohne wirklich voranzukommen.
Informationen zum Stück

Drama von Jean-Paul Satre
Altersempfehlung: ab 14 Jahren



Aufführungen

22.06.2015 um 19:30 Uhr
Karolinen-Gymnasium
24.06.2015 um 19:30 Uhr
Ignaz-Günther-Gymnasium
04.07.2015 um 19:30 Uhr
Blackbox im Rosenheimer Lokschuppen
05.07.2014 um 19:30 Uhr
Blackbox im Rosenheimer Lokschuppen



Kreativteam

Regie
Sebastian Kießer

Regieassistenz
Sandra Rjeschni

Bühnenbild
Antonia Huber

Technik
Julius Busch
Alexander Schmid


Besetzung


Garcin
Daniel Müller

Estelle
Johanna Corman

Inès
Annika Fellner

Diener
Daniel Buchin

Theater ist  wie Kino - nur live!
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